Das Camp startet ...
Nach dem Kursunterricht war es endlich soweit. Die Kinder des Kunst- und Deutschcamps trafen sich im unteren Eingangsbereich bei ihren abgestellten Taschen. Hier wurde zunächst die Vollständigkeit überprüft und die Krankenkassenkarten eingesammelt. Dann konnte es zum Bus losgehen. Dieser wartete bereits – und da alle da waren, wurden in Windeseile die Taschen verstaut und die Fahrt ging los. Bereits eine halbe Stunde später trafen wir in Reinhardsbrunn ein.
Mit der Zimmerbelegung konnte sofort begonnen werden, da uns das gesamte Gebäude zur Verfügung stand. Die Jungen durften sich in der dritten Etage ein Zimmer aussuchen und den Mädchen stand die gesamte zweite Etage zur Verfügung. So kam es auch, dass während des Bettenbaus und der kurzen Freizeit bis zum Mittag noch der ein oder andere sein Quartier änderte …. Nach dem Mittag, es gab Pommes, Mischgemüse und Hühnerkeule, begann die ersehnte erste Arbeitsphase.
In Deutsch wurde zunächst mit Hilfe von Textstreifen ein Gedicht zusammengestellt und gestaltet. Dann lagen verschiedene Gedichte aus, eins konnte gewählt werden. Es erfolge eine Vorstellung und erste Interpretation des Gedichtes.
Die Künstler trafen sich zunächst gemeinsam im Raum der dritten Etage. Hier wurden ihnen zwei verschiedene Techniken vorgestellt. Die Kinder konnten sich entscheiden, welche sie zunächst einmal ausprobieren wollten. Es entstanden zwei Kleingruppen – ganz unkompliziert - die „Maler“ und die „Drucker“. Eva Seitz erklärte ihrer „Malergruppe“ nach einer Bildbetrachtung und Wahrnehmungsübung zu August Macke die Nass-in-Nass-Malerei. Nach einer Probierphase zu den Techniken wurde dann mit den Grundfarben gearbeitet. Die Künstlerin Frau Schünemann ging mit den Kindern, welche Drucktechniken probieren wollten, in ein Nachbargebäude. Hier erfuhren sie zunächst etwas von diesen Techniken und bekamen diese auch fachmännisch vorgeführt. Ziel sollte es sein, Monotypien zu drucken. Erste Erfahrungen mit den Drucktechniken ohne Thematik wurden bis zur Kaffeezeit von allen Kindern eifrig erprobt. Vor der Pause gab es eine inhaltliche Ausrichtung: Erzählt wurden drei Geschichten, welche dann aufgegriffen und hierzu zumeist einfarbig illustriert werden konnten.
Die Kaffeepause im Kunstraum mit Getränk und Keksen brachte auch für viele noch eine kurze Pause mit sich.
In der zweiten Arbeitsphase konnte dann in Deutsch ein Gedicht abgeschrieben und gestaltet werden. Diese wurden auch vor- und ausgestellt. Die letzte Arbeitsphase war nun zum Thema Gedichtarten. Hier entstand eine „Blume“ mit allen Inhalten.
Nach der Pause druckten alle eifrig. Diese ersten Druckergebnisse mussten natürlich auch trocknen, ehe sie mit einer 2. oder … Farbe weiterbedruckt wurden. Was bietet sich da bei diesem engelhaften Wetter besser an, als eine Leine auf der Wiese?
So näherte sich in raschen Schritten die Abendessenszeit.
Das Abendbüfett bestand aus Hackbraten und verschiedenen Wurst- und Käsesorten und natürlich leckerem Salat. Während des Abends wurde das Vampi-Spiel begonnen, bei dem die hellen Köpfe so sichtig knobeln konnten. Unser erster Vampi zeigte schon geschickt sein Talent, wurde aber leider viel zu kriminologisch ermittelt. Auch sammelten alle fleißig Holz für das morgige Lagerfeuer. Die Nachtruhe und der Zimmerdurchgang wurden für 21.00 Uhr festgelegt. Jedes Zimmer konnte an diesem Abend seine 5 Punkte behalten … Hoffen wir doch, dass der Tag genug Aufregendes und Abenteuerliches mit sich brachte, dass allen bei Zeiten die Augen zu fallen …









